13.09.2021

 

Im Jahr 2020 wegen der Coronapandemie ausgefallen, konnte die Neuköllner Infobörse für Frauen* vergangene Woche am 9. September bei spätsommerlichem Wetter wieder stattfinden. Die Börse wird von dem 2006 ins Leben gerufenen Netzwerk Frauen* in Neukölln (https://frauen-in-neukoelln.de/) sowie der Gleichstellungsbeauftragten des Bezirks und dieses Jahr vom Gemeinschaftshaus Gropiusstadt veranstaltet. Vor dessen Türen spielte sich die Veranstaltung dann auch ab: Etwa 70 Projekte von und für Frauen in Neukölln und berlinweit präsentierten sich in den Bereichen „Bildung&Arbeitsmarkt“, „Prävention von Gewalt gegen Frauen“, „Migration“, „Soziales – Gesundheit – Wohnen“ und „Mädchentreff – Sport – Freizeit – Nachbarschaft“ an Ständen rund um den Lipschitzplatz. Bezirksbürgermeister Martin Hikel und Gleichstellungsbeauftragte Sylvia Edler eröffneten um 15 Uhr den abwechslungsreichen Nachmittag. Neben den Fachgesprächen an den Marktständen konnten die Besucher*innen an einem Quiz zum Thema Gleichberechtigung teilnehmen, sich im Boxworkshop oder auf dem Balance-Board erproben sowie verschiedenen Tanzdarbietungen zusehen und sich ihnen anschließen.

Üblicherweise fand die Börse in Nordneukölln auf der Karl-Marx-Straße statt, in einem Ortsteil des Bezirks, in dem die meisten der Einrichtungen für Frauen*, die das Netzwerk tragen, angesiedelt sind, nicht zuletzt auch die Bildungsstätte JACK. Es war eine bewusste Entscheidung, diesmal in Gropiusstadt aufzuschlagen, um andere Menschen zu erreichen. JACK teilte sich einen Stand mit der „Beratung und Begleitunge“ also einer anderen Bildungseinrichtung eine gute Ergänzung. Das Team kam mit Anwohnerinnen aber auch mit Partnerinnen aus dem Netzwerk und mit Politikerinnen und Ansprechpartnerinnen aus der Bezirksverwaltung ins Gespräch.

Abgerundet wurde der Tag mit der feierlichen Umbenennung der im Gemeinschaftshaus Gropiussadt gelegenen Bibliothek nach Getrude Junge (1908-1994), sozialdemokratische Politikerin aus Neukölln, durch die Bezirksbildungs- und Kulturstadträtin Karin Korte und der Aufführung des Film „Hidden Figures – unerkannte Heldinnen“.

Neuköllner Infobörse für Frauen*